
Da man sich bei
Sony dazu entschied, die aktuelle Konsolen-Generation mit einer Vielzahl neuer Marken einzuläuten, blieb der eine oder andere Fan-Favorit bisher leider auf der Strecke. Zu unserem Bedauern war von dieser Entwicklung auch die Jak & Daxter-Serie betroffen, die aber immerhin auf der PlayStation Portable fortgesetzt wird. Auf der PlayStation 2 zeichneten sich bekannter- maßen die Uncharted-Macher von
Naughty Dog für die Reihe verantwortlich. Da diese auf der PlayStation 3 voll eingespannt sind und aktuell an neuen Inhalten für das zweite Abenteuer von Nathan Drake schrauben, bedachte man stattdessen die Entwickler von
High Impact Games mit der Entwicklung des neuen Jak & Daxter-Ablegers. Ausreichend Erfahrung sollte auf Grund bisheriger PlayStation Portable-Projekte wie
Secret Agent Clank oder
Ratchet & Clank: Size Matters definitiv vorhanden sein. Was
Jak & Daxter: The Lost Frontier, so der Name des neuen Sprößlings, im Detail bietet, verraten euch die folgenden Zeilen.

Die Handlung von
Jak & Daxter: The Lost Frontier schließt unmittelbar an die der PlayStation 2-Trilogie an und dürfte die Spieler bereits nach kurzer Zeit in zwei Lager spalten. Gehört ihr zu den Zeitgenossen, die bereits auf der PlayStation 2 mit Jak & Daxter die Welt retteten, dann werdet ihr dem Plot ohne weiteres Folgen können. Für Neulinge ergibt sich jedoch das erste kleine Problem, da diese relativ rücksichtslos ins kalte Wasser geworfen werden und zunächst nicht wissen dürften, um was es überhaupt geht. Eine sinnvolle Rückblende auf die bisherigen Ereignisse der Serie sollte man nämlich nicht erwarten. Dies ist im Prinzip jedoch zu verschmerzen, da die Rahmenhandlung des Titels dünn genug ausfällt, um sie im übertragenen Sinne unter einer Tür hindurchschieben zu können. Einmal mehr dreht sich alles um die magische Essenz Eco, die für das Gleichgewicht in der Welt verantwortlich ist und so langsam aber sicher zuneige geht. In Begleitung der jungen Keira reisen Jak und Daxter ans Ende der Welt und hoffen, dort auf neue Vorräte zu stoßen.

Doch noch bevor die Suche ihren Anfang nimmt, wird das muntere Trio von einer Bande Luftpiraten attackiert und zu einer Notlandung gezwungen. Okay, nimmt man es einmal genau, dann ist eigentlich der kleine Daxter für den Crash verantwortlich, da er im Eifer des Gefechts versehentlich auf den eigenen Gleiter und nicht auf die Luftpiraten feuerte. Aber wir wollen es an dieser Stelle einmal nicht allzu genau nehmen. Wenig später erreicht das Trio ein kleines Königreich, das sich ebenfalls die Suche nach dem Eco auf die Fahnen geschrieben hat. Grund genug also, um die eigenen Kräfte zu bündeln und dem Ziel gemeinsam nachzugehen. Im Laufe der enttäuschend kurzen Kampagne, die es auf gerade einmal sechs bis sieben Stunden Spielzeit bringt, enthüllt ihr Geheimnisse aus der Vergangenheit, lernt nur wenig aufregende Charaktere kennen und werdet schnell feststellen, dass die Handlung im Prinzip nur dazu da ist, um euch von Insel zu Insel zu scheuchen. Wenigstens ist der vertraute Humor der Serie wieder mit von der Partie und lockert den enttäuschenden Plot durch kleinere Lacher auf, für die vor allem Daxter mit seinem unverwechselbaren Charme verantwortlich ist.

Spielerisch entfernt sich
Jak & Daxter: The Lost Frontier von seinen beiden Vorgängern und orientiert sich wieder mehr an den Ursprüngen der Serie, was vor allem alt eingesessene Fans sichtlich erfreut zur Kenntnis nehmen werden. Und diese werden sich auch umgehend heimisch fühlen, da das Hauptaugenmerk endlich wieder auf den Jump & Run-Passagen liegt. Die grundlegende Steuerung blieb dabei weitestgehend erhalten. Den größten Teil des Abenteuers absolviert ihr in der Rolle von Jak, der Hindernisse und Abgründe wahlweise mit einem Sprung oder einem klassischen Doppelsprung absolviert und sich in regelmäßigen Abständen mit allerlei Kontrahenten konfrontiert sieht. Die Palette der Gegner wirkt dabei sehr vielseitig und reicht von kleineren Insekten, über hartnäckige Roboter bis hin zu streitlustigen Raufbolden, die zunächst mit Fäusten und einem Kampfstab vertrimmt werden. Dem Kampfstab kommt mit zunehmender Spieldauer eine immer größer werdende Bedeutung zu, sobald ihr auf die antiken Precursor-Statuen trefft, an denen sich neue Fertigkeiten erwerben lassen.